Samstag, 8. August 2009

Triathlon Challenge Roth

3,8km Schwimmen 180km Rad fahren 42,195 km Laufen, waren die Distanzen der Deutschen Meisterschaften im Lang-Triathlon.
Einer der 2500 Triathlonbegeisterten Startern war Matthias Ziegler von den Lauftreff Freunden Marpingen.
Das unerbittliche Klingeln meines Weckers beendet morgens um 3:30 Uhr meinen in dieser Nacht leichten Schlaf. Die drei Stunden bis zum Start laufen nach mittlerweile neun Ironman-Rennen immer nach dem gleichen Schema ab. Nach dem Aufstehen mit kaltem Wasser die Lebensgeister (im Körper würde ich weglassen) wecken, dann die am Vorabend bereitgelegte Rennbekleidung anziehen. Danach frühstücken: Es gibt Kaffee, Cornflakes und Weißbrot mit Hartz.
Mit jeder Minute steigt die Anspannung. In der Wechselzone angekommen läuft dann alles wieder routinemäßig ab: Reifen aufpumpen, Radflaschen auffüllen, Helm, Brille, Radschuhe noch einmal überprüfen.
Um 6:20 Uhr ist Start der Profis. Die Anspannung der Athleten ist in der Luft zu spüren. Jeder versucht sich auf „sein Rennen“ zu konzentrieren. Mit Neoprenanzug und Schwimmbrille mache ich mich auf zum Schwimmstart. Ich schwimme locker bis zur Startlinie , versuche mir eine gute Position zu suchen und dann geht es auch schon los:
Zuerst 3,8 km schwimmen im 20° kühlen Main-Donau Kanal, nach 1:06 Std. wechsele ich dann zum Radfahren.
Wie immer sind die ersten Meter etwas hektisch, ich versuche möglichst schnell den richtigen Rhythmus zu finden um mir die Radstrecke richtig einteilen zu können.
Die über 100 000 begeisterten Zuschauer feuern jeden Athleten an und tragen uns so über die 180 km lange Radstrecke.
Nach 4:46 Std. auf dem Rad, nutze ich die letzten Meter bis zur Wechselzone um meine Radschuhe schon auszuziehen.
Auf dem Weg zum Wechselzelt wird mir von den Helfern mein Kleiderbeutel gereicht. Im Wechselzelt angekommen ziehe ich meine Laufschuhe an, setze die Mütze auf, nehme schnell noch etwas Verpflegung und los. Nach 30 km laufen ist mentale Stärke gefragt. Körper und Geist sind müde. Jetzt schießen mir Gedanken ans Aufgeben durch den Kopf, einfach stehen bleiben, und du hättest es geschafft, die Quälerei hätte ein Ende. Doch eine andere innere Stimme treibt mich weiter an: nicht aufgeben einfach weiterlaufen, nur noch bis zur nächsten Verpflegungsstelle. Trinken, essen, laufen das ist alles was ich noch denken kann, auf keinen Fall stehen bleibe es sind nur noch 4 km bis zum Ziel. Nach diesen endlos scheinenden Laufkilometern entlang des Main-Donau-Kanals geht es auf den letzten Metern durch einen Spalier von Zuschauern, die mich anfeuern. Die letzten Meter der Finishline sind auch beim 10. Rennen Gänsehaut pur… 09:05:44 Std. und ich bin im Ziel. JETZT IST ES GESCHAFFT. Persönliche Bestzeit, Deutscher Vize Meister der M40 und ein tolles Rennen haben mir die Entscheidung mich gleich für den nächsten Wettkampf in Roth 2010 wieder anzumelden, leicht gemacht.

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